Schlagwort-Archive: Kausale Therapieansätze

Fibrin-Ablagerungen im Gehirn

WÜRZBURG/MÜNSTER Im Gehirn von MS-Patienten fand Christoph Kleinschnitz von der Universität Würzburg gemeinsam mit Sven Meuth und Kerstin Göbel von der Universität Münster Ablagerungen von Fibrin und dessen Vorstufen. Fibrin ist das Endprodukt der Blutgerinnung. Vermutlich sind diese Stoffe an den frühen Nervenschädigungen beteiligt.
Mit Hilfe neuartiger Hemmstoffe der Blutgerinnung wollen die Forscher jetzt versuchen, Entzündung und Untergang der Nervenzellen abzumildern; via uk-würzburg.

Mal wieder Stammzellen

BALTIMORE Eine Therapie mit autologen mesenchymalen Stammzellen konnte in einer kleinen Studie die Symptome von 15 MS-Patienten lindern (EDSS von 6,7 auf 5,9); via rztezeitung.
Ich habe keine Ahnung, wie sich diese Meldung einordnen lsst. Bisher waren alle Stammzell- transplantationen ohne vorherige Chemo reiner Abzockhokuspokus
.

Venöse MS (CCSVI) in den deutschen Medien (II)

Seit ich im Juli 2009 auf die Theorie der venösen MS aufmerksam wurde, ist einiges passiert. Mittlerweile scheint zumindest klar zu sein, dass venöse Insuffizienzen im Gehirn von MSlern (auffallend häufig???) vorkommen. Ob die Störungen Auswirkungen der MS sind oder den MS-Verlauf beeinflussen, ist indes immer noch unklar. Ein neutraler Artikel über den Stand der Dinge; via Deutsche-Ärztezeitung.

Ich war damals skeptisch und bin es heute noch, aber immerhin sind mittlerweile ernsthafte Bemühungen im Gang, der Sache auf den Grund zu gehen. Mit Stent-OPs würde ich aber unbedingt noch warten, Leute.[Venöse MS (CCSVI) in den deutschen Medien (I)]


UPDATE
: Heute hat auch die DMSG eine kritische Stellungnahme veröffentlicht und die Netz-Venösen hyperventilieren. Alles sehr unerfreulich.

Kanadische Stammzellstudie erfolgreich abgeschlossen

Ob die autologe Knochenmarktransplantation als Multiple-Sklerose-Therapie geeignet ist, sollte eine Langzeitstudie an der University of Ottawa klren. Die Untersuchung begann im Oktober 2000 und hat jetzt ihren Endpunkt erreicht. Die detaillierten Studienergebnisse werden im Laufe des Jahres prsentiert; via ms-news channel.
Einen chronologischen berblick ber diese Untersuchung hatte ich mir bereits im November 2008 verschafft. Schon damals zeigte sich, dass vor allem Neuerkrankte von der riskanten Behandlung profitierten. Dagegen litten vier Patienten mit hohem Behinderungsgrad trotz ihres neuen Immunsystems weiter unter einer leichten Krankheitsprogression: Knochenmarktransplantation als Multiple-Sklerose-Therapie?
Der rein immunologische Behandlungsansatz hat offenbar Grenzen.

CCSVI: Nichts Genaues weiß man nicht.

BOCHUM Auch die Neurologische Klinik am St. Josef-Hospital hat sich nun dazu herab- gelassen, die Plausibilität der Venösen MS (CCSVI) zu begutachten. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die CCSVI keinesfalls den alleinigen krankheitsauslösenden Faktor darstellen kann. Von den von ihnen untersuchten MS-Patienten erfüllte nur jeder fünfte die notwendigen neurosonographisch messbaren Bedingungen für eine CCSVI. Welche Bedeutung diese Messergebnisse überhaupt haben, bleibt ebenso spekulativ. Von Stent-OPs in Polen wird jedenfalls abgeraten; via ms-gateway.

Alle Jahre wieder: Die Wurmkur gegen Multiple Sklerose

Bereits im Januar 2007 kroch die Meldung von der etwas anderen Wurmkur durch die Medien. Dann war bis März 2008 Ruhe. Schließlich bohrten sich ein paar Schweinepeitschenwürmer bis in die financial times deutschland vor und die myelounge berichtete ausführlich.
[Bild vom Hakenwurm; via Wikipedia, public domain] Weiterlesen

CD95L-Blockade als neues Therapieprinzip bei entzndlichen Erkrankungen

Das als Todesbote bekannte Signalmolekl CD95L lst nach Rckenmarksverletzungen Entzndungen aus und verhindert die Heilung. Die Blockade von CD95L knnte also auch ein erfolgversprechender Therapieansatz bei schweren entzndlichen Erkrankungen sein etwa bei Autoimmunkrankheiten wie Rheumatoider Arthritis oder Multipler Sklerose. Tatschlich wird bereits an einem Wirkstoff (APG101???) der spezifisch das CD95L-Molekl des Menschen ausschaltet, gearbeitet; via DocCheck.