CCSVI: Nichts Genaues weiß man nicht.

BOCHUM Auch die Neurologische Klinik am St. Josef-Hospital hat sich nun dazu herab- gelassen, die Plausibilität der Venösen MS (CCSVI) zu begutachten. Die Forscher kamen zu dem Schluss, dass die CCSVI keinesfalls den alleinigen krankheitsauslösenden Faktor darstellen kann. Von den von ihnen untersuchten MS-Patienten erfüllte nur jeder fünfte die notwendigen neurosonographisch messbaren Bedingungen für eine CCSVI. Welche Bedeutung diese Messergebnisse überhaupt haben, bleibt ebenso spekulativ. Von Stent-OPs in Polen wird jedenfalls abgeraten; via ms-gateway.

3 Gedanken zu „CCSVI: Nichts Genaues weiß man nicht.

  1. Cah

    10 Patienten(1 RRMS, 7 SPMS, 2 PPMS) wurden untersucht und 7 Kontrollen. Keine Verblindung. Zambonis geblindete Studie mit 65 Patienten und 235 Kontrollen wird als zu klein betrachtet, aber die deutschen Spezialisten sind so gut, dass sie aus 17 Leuten nicht nur entgltige Schlsse ziehen knnen, sondern sogar Empfehlungen (gegen die Behandlung) aussprechen.

  2. Alexander Otto

    Es war auch nur von einer ersten Begutachtung die Rede. Doch wre die CCSVI so unglaublich unwiederlegbar, wie ihr GLAUBEN WOLLT – schon diese htte das ertrumte Ergebnis bringen mssen. Bevor jemand Hoffnung, Geld und Gesundheit nach Polen trgt, muss schon etwas mehr Klarheit herrschen. Endgltige Schlsse wurden brigens keine gezogen.

  3. Cah

    Der Punkt ist, dass fr die Studie niemand fr die CCSVI-Untersuchung geschult wurde und an der Studie auch keine Gefspezialisten beteiligt waren, sondern genau die Neurologen und Neuroradiologen, die die letzte DMSG-Stellungnahme verfasst haben. Sie htten sich selbst widersprechen mssen, wre bei der Studie was anderes heraus gekommen. Wenn Zamboni vorgeworfen werden kann, dass er und seine Kollegen voreingenommen gewesen sein knnten – auch unbewusst – so gilt das hier erst recht.

    Und natrlich wurden Schlsse gezogen: „Die postulierte Hypothese einer mechanischen zervikospinalen Abflussstrung als unifaktorielle Genese der MS kann bereits durch vorliegende Beobachtung verworfen werden.“

    Nur, dass Zamboni nie postuliert hat, dass CCSVI der einzige Grund fr die MS ist. Alles was er sagt ist „strong correlation“.

    Kein Wunder, dass das Paper auf deutsch verffentlicht wurde und sich somit der internationalen Diskussion entzieht. Noch dazu im „Der Nervenarzt“, wo hmodynamische Untersuchungen eigentlich nicht viel verloren haben.

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