Schlagwort-Archive: Nagetiermedizin

Schläferratten

Vollständiger Schlafentzug kann bereits nach wenigen Tagen Demenz und Persönlichkeits- störungen verursachen. Gähn.

 

 

 

 

 

 

 

 

Ganz offensichtlich braucht das Säugetiergehirn Regenerations- pausen. Die physiologischen Hintergründe dieser Erholung haben die Neurowissenschaftler Radhika Basheer und Robert McCarley von der Harvard Medical School an ihren Laborratten untersucht: Tagsüber beanspruchte Hirnregionen der Nagetiere werden nach dem Einschlafen mit Adenosintriphosphat (ATP), dem wichtigsten zellulären Energieträger, regelrecht geflutet. Naheliegend anzunehmen, dass Homo sapiens ähnlich schläft; via spektrumdirekt.
[Bildnachweis: productofloveliness; Thanx!]
[MS und Schlaf]

Gehirn als Myelinmllhalde – Antikrper zur Neuroregeneration

Im peripheren Nervensystem beseitigen spezielle Antikrper das geschdigte Myelin kranker Nervenzellen und ermglichen so deren rasche Regeneration. Nur im ZNS hat diese Mllabfuhr keine Arbeitserlaubnis. Ben Barres von der Stanford University School of Medicine wrde das gerne ndern: Nach einer akuten Hirnschdigung knnte man Patienten die fehlenden Antikrper direkt ins Gehirn injizieren und damit Mikrogliazellen zur Beseitigung defekter Myelinschichten bringen; via spektrumdirekt.
Unsere tgliche Hirninjektion gib uns heute.

Och, Akupunktur jetzt auch ganz ohne Chi und Gong?

Eine naturwissenschaftliche Erklrung fr die Wirkung von Akupunktur knnte Forschern gelungen sein. Sie zeigten bei Musen, dass Akupunktur-Einstiche das krpereigene Molekl Adenosin aktivieren, das im Immunsystem und bei der Schmerzunterdrckung eine Rolle spielt; via doc-check.
Okay, damit knnte ich vielleicht leben.
[Adenosine A1 receptors mediate local anti-nociceptive effects of acupuncture]

Nanoimpfstoff gegen Diabetes?

Bei Typ-1-Diabetes wenden sich Abwehrzellen gegen gegen die Insulin produzierenden Zellen der Bauchspeicheldrse. Forscher um Pere Santamaria von der Calgary University haben nun einen Weg gefunden, solche Attacken gezielt durch ein Vakazin zu bremsen; via spektrumdirekt.
Derartige autoregulatorische T-Zellen knnten womglich auch andere Autoimmunreaktionen stoppen – zumindest innerhalb der Labormauspopulation.

UV-Licht gegen MS?

ber einen mglichen Zusammenhang zwischen Vitamin D, MS-Risiko und Verlauf wird nicht nur vom Nahrungsergnzungsvermittler spekuliert. Womglich existiert dieser Zusammenhang aber blo mittelbar, denn der Vitamin-D-Spiegel ist auch ein Indikator fr die Hhe der UV-Lichteinstrahlung.
Hector DeLuca von der University of Wisconsin hat nmlich in einer Muse-Studie beobachtet, dass eben nicht der Vitamin-D-Spiegel, sondern der UV-Anteil des Lichts den Zustand seiner ms-modellkranken Muse beeinflusste (Original-Abstract: PNAS).

Interessant wre es, herauszufinden, welche Wirkstoffe von der Haut produziert werden, die auf die uv-gebadete Maus-MS positiv wirken. Bis die Tierchen zu Pillen gedreht werden oder wir uns richtigfrequentiert Bestrahlen lassen knnen, mssen wir uns aber noch mit Sonnenbdern begngen – wir armen.

Wachstumsfaktor HGF hilft kranken Labormäusen

GENF Die Neuroimmunologen von der Universität Genf meldeten am Donnerstag einen Durchbruch in der Behandlung ihrer Labortiere; via (PNAS). Die Forscher um Patrice Lalive haben offenbar einen vielversprechenden Wirkstoff zur Behandlung des – welches? – Mausmodells der Multiplen Sklerose entdeckt: den Wachstumsfaktor (HGF). Bei den Genfer Mäusen mildert das körpereigene Eiweiß nicht nur die Krankheitsaktivität, sondern schützt auch die angegriffenen Nervenzellen. Leider ist den Meldungen derzeit wenig mehr zu entnehmen.

CD95L-Blockade als neues Therapieprinzip bei entzndlichen Erkrankungen

Das als Todesbote bekannte Signalmolekl CD95L lst nach Rckenmarksverletzungen Entzndungen aus und verhindert die Heilung. Die Blockade von CD95L knnte also auch ein erfolgversprechender Therapieansatz bei schweren entzndlichen Erkrankungen sein etwa bei Autoimmunkrankheiten wie Rheumatoider Arthritis oder Multipler Sklerose. Tatschlich wird bereits an einem Wirkstoff (APG101???) der spezifisch das CD95L-Molekl des Menschen ausschaltet, gearbeitet; via DocCheck.

Infektion provoziert Autoimmunattacke

Harmlose Infektionen können möglicherweise den Ausbruch der Multiplen Sklerose begünstigen. Entsprechende Resultate haben italienische Mediziner bei Versuchen mit Mäusen gewonnen. Nach dem Kontakt mit einem Bakterium, das ein Bruchstück eines Nervenproteins bildete, entwickelte sich bei den Tieren eine schubweise verlaufende Entzündung des Zentralnervensystems; via scienceticker.
[Eine echte Erholung für alle CCSVI-Genervten.]