abgelegt unter: sozial:medizinisch
Kleine Assozialitäten aus dem Sparpaket
BERLIN Nach dem Willen unserer christlich-liberalen Regierung werden Langzeitarbeitslose (Alg-II) demnächst wegen der wegfallenden Beitragszahlungen in die Rentenversicherung keinen Anspruch mehr auf Erwerbsminderungsrente haben. Das trifft natürlich besonders länger arbeitssuchende Schwerbehinderte mit ungewisser Gesundheitsprognose. Ihr wisst, wen ich meine. Die Bundesregierung plant ausdrücklich keine Maßnahmen, um dies zu verhindern - schließlich könnten die Betroffene ja die Zahlungen aus der Grundsicherung in Anspruch nehmen; via berliner-zeitung.
So spaltet man die Gesellschaft, divide et impera.
Armutsgrund Behinderung
Konstantin Bender ist in seiner Studie Der Zusammenhang von Behinderung und Armut den Ursachen für Armut bei behinderten Menschen nachgegangen. Dazu in Interview mit ihm; via telepolis.
Tags: Konstantin Bender, SozioökonomieDer engagierte Herr Wulff - defacto ein Lügner?
Ein DMSG-Schirmherr als Bundespräsident? Gratulation, das kann ja was werden. Seinen unermüdlichen Einsatz für behinderte Mitbürger hat der gläubige Christ schon in Niedersachsen eindrücklich unter Beweis gestellt: «Ich habe mich für die Inklusion von Menschen mit Behinderungen engagiert.» Ja, hat er irgendwie.
Tags: Christian Wulff, DMSG, Keyvan DaheschfBeihilfe zum Abrechnungsbetrug?
BERLIN (ddp) Den gesetzlichen Krankenkassen entsteht jährlich ein Schaden von bis zu 1,5 Milliarden Euro durch falsche Krankenhausabrechnungen. Und jetzt ratet mal, wer die Rechnungsprüfung der Krankenkassen weiter beschränken will? Genau, unser Herr Doktor Rösler: «Natürlich wird es ein Mindestmaß an Kontrollen immer geben müssen, aber das was wir jetzt haben ist eindeutig zuviel.»
[Sollte eine geprüfte Abrechnung versehentlich doch mal fehlerfrei sein, muss die Korinthenkacker-Kasse übrigens heute schon 300 Euro an das betroffene Krankenhaus zahlen. Aufwandsentschädigung muss ja sein.]
Absurdes Theater
Acht gesetzliche Krankenkassen verlangen Zusatzbeiträge. Buhrufe. Frau Merkel ist empört und das nichtzuständige Kartellamt will streng prüfen. Applaus. Acht Euro sind doch allzu offensichtlich nur der nackten Gier (tv-bekannt) geschuldet. Trotz Kanzlerinnenrüge reibt sich da der Udo-Jürgens-Fan die ruhigen Händchen. Kein Handlungsbedarf, bei Beitragserhebung werden ihm nun neun Millionen Datensätze angelegt, der Rest demnächst. Infrastruktur und Kostendruck, die wachsen tüchtig weiter. Ergo Kopfpauschale. Das Publikum tobt. Vorhang. Nächster Akt.
Tags: Gesundheitsreform, Krankenversicherung, Philipp RöslerMedizin im selbstdrehenden Runterschraubstock
Mögliche Regressforderungen bei Budgetüberschreitung führen zu weniger ärztlichen Verordnungen. Das führt im folgenden Abrechnungszeitraum zu noch niedrigeren Budgets und damit zu noch weniger Physiotherapie-, Arznei- und Hilfsmittelverordnungen. Und also im darauffolgenden … et cetera, perge, perge! Die Abwärtsspirale ist politisch gewollt; via faz.
[Selbstverständlich darf kein Arzt unter Verweis auf ein ausgeschöpftes Budget das Rezept verweigern. Niemals nicht. Ergo Ausredenmedizin.]
Jetzt merkt es sogar die DMSG …
Der Grundsicherungs-Mehrbedarf für Krankenkost wird nur noch nach Body-Mass-Index gewährt. … weiter »
Tags: DMSG, Sozioökonomie