Skepsis, die Wurzel allen Übels – nur ein hirnorganischer Defekt

Wenn Neurologen nicht mehr weiter wissen, oder sie von zeitweise scharfsinnigen Patienten in die Enge getrieben werden, holen sie je nach Charakter mal früher, mal später die Keule mit dem hirnorganischen Dingenskirchen aus der Schublade … (Fritzens und unser aller G-Punk; via dmsg-forum) Mal schauen, was die Neuropathologin unseres Vertrauens aus der Schublade zieht:


[Abbildung: Präparat einer durch den gemeinen Kopfbohrwurm zermürbten Denkapparatur]

Therapieskeptizismus ist also nach derzeitiger Befundlage nichts weiter als eine querulatorische Persönlichkeitsstörung, verursacht durch Dunkle Materie, den atrophierten Hirnbalken entlang zusammengeschnurrt zu behandlungsrenitenten Black-Holes.

[¹] Kollektive oder Schwarmintelligenz, ein der Hitze geschuldeter Exkurs: Wenn nur genügend Entitäten ihr virtuelles Ektoplasma zu einem Topos absondern, ist irgendwann sogar mal was Vernünftiges dabei. Unter memetisch günstigen Umständen können derartige Ideen sogar intelligente Verhaltensweisen des betreffenden Superorganismus, in diesem Fall der Patientenschaft, hervorrufen.

In der Regel setzen sich allerdings bevorzugt Meme/Ideen durch, die mehr den emotionalen Massenbedürfnissen entsprechen, als dass sie so exotischen Präferenzen – wie etwa der Ratio – genügen wollten.

2 Gedanken zu „Skepsis, die Wurzel allen Übels – nur ein hirnorganischer Defekt

  1. Fritz

    Jo, vielleicht ist eine kritische Grundhaltung gegenber den bunten Segnungen der Pharmaindustrie und deren medizynischen Komplizen und Sympathisanten ja auch nur einem Gendefekt zu verdanken. Folglich kann sich die aufgeschreckte rzteschaft wieder entspannt zurck lehnen. Der ist doch nur krank, der Arme. Ach so, na dann…

  2. Alexander Otto

    Einen harten Text hast du da ins digitale Nirwana abgeworfen. Recht so!

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